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an Gertrud |
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Vorwort: Dies hier sind die Briefe von meinem Großvater Heinrich Brüggemann an meine Großmutter Getrud Brüggemann, gebohrene Robrahn und ferner an meinen Vater Rolf Brüggemann im Zweiten Weltkrieg von der Front nach hause, nach Hamburg-Sülldorf. Dies ist sehr "schwere Kost", wer diese nicht "verdauen" kann, sollte sich überlegen diese Post zu lesen. Mein Großvater kam nicht aus dem Krieg zurück und galt als vermisst. Dies hier sollte eine Mahnung sein: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, aber diese Mahnung ist ja leider hinfällig... Rumänien den 27.6.44 Meine herzliebste gute Gertrud Klein Rolf! Gestern habe ich Deine Schicksalskarte vom 18.6. bekommen, die war ja auch zu lange unterwegs. Die Nachricht tut mir ja leid, denn es ist schwer zu tragen und Tränen nützen nichts mehr, das Leben ist hart, da sollten noch Menschen vereint bleiben. Ich hatte ja von dem Angriff auf Hamburg gehört, und bange mir erst recht wieder berichtigt, es war diesmal ja auch nicht weit von euch weg. Die alten Gestalten müßten wir auch noch auf solche Weise durch den Krieg (Tag u. Nacht) verlieren, es ist ein Jammer. Ich nehme jeden Tag an euren Angriffen auch Hilfe und wünsche alles gute für euch. Wenn dein Brief im Stand schreibe ich einen Schlußbrief weiter. Hier ist es noch alles beim alten, es ist ja alles noch ruhig. Ich habe hier nur ganz ruhige Tage und esse jeden Tag meine Kirschen und Maulbeeren. Sonst geht es mir gut und hoffe auf ein Wiedersehen viele liebe Grüße und tausend liebe Küsse von Deinem alten braven Heini + Papa. Rumänien den 15. 7. 44 Meine herzliebste gute Gertrud u. klein Rolf! Post habe ich noch nicht wieder bekommen, es klappt mal wieder nicht damit. Ich hoffe aber heute noch welche kommt, dann schreibe ich heute nochmals eine. Es ist 8 Uhr Vormittags, habe eben meinen Kaffee weg. Es ist wieder sehr warmes Wetter bei uns, da wird man wieder im Schatten bleiben. Wie mag es bei euch aussehen, hoffentlich habt ihr immer noch Ruhe vor dem Krieg. Bei uns ist immer noch Ruhe, nur weht der Russe uns mächtig auf die Finger. Frau Bauer wird auch wohl fast schwere Tage haben, ich habe diese Tage schon immer an ihr gedacht. Man muß ja immer das Beste wieder hoffen. Wie soll es noch werden wenn es so weiter geht. Wenn man nicht bald etwas gehört, dann ich mir kein Bild mehr davon machen. Die Westfront wird sie ja auch bald abgeschlossen. Wie geht es sonst noch gut und ich hoffe es auch von dir meine liebste Gertrud u. Rolf. Viele Grüße und tausend liebe Küsse von Deinem alten treuen Papa! Rumänien, den 14. 8. 44 Meine herzliebe gute Gertrud + klein Rolf! Es ist Vormittag halb 10 Uhr, ich habe nun gerade mein Frühstück hinter mir. Nachrichten habe ich gestern mal wieder gehört und bin mal wieder eingepufft in Stille, wo ihr nichts zu sagen wisst und darum brauche ich keine Worte machen. Hier ist es immer noch ruhig und ich habe auch das Gefühl, daß hier auch nichts mehr kommt. Ich habe gestern gerade mit einem gesprochen, gestern der hat einen Posten und kann das ganze Feindgelände übersehen, Bauten, der sitzt an einem Scherenfernrohr und kann so 20 Kilometer weit alles sehen. Ich habe mich mal gefühlt, echt sehr interessant. Sonst geht es mir gut und ich hoffe das auch von euch meine lieben Daheim. Am 7. + 5. war ja wieder bei euch mal los. Viele Grüße und tausend liebe Küsse von Deinem alten treuen Heini + Papi. Anmerkungen: Historischer Kontext: Das Datum (14. August 1944) ist historisch brisant. Nur wenige Tage später, am 20. August 1944, begann die große sowjetische Offensive gegen Rumänien (Operation Jassy-Kischinew), die die Lage für die dort stationierten deutschen Soldaten völlig veränderte. "Eingepufft in Stille": Diese Formulierung nutzt der Schreiber vermutlich, um die Ungewissheit oder das Schweigen der Daheimgebliebenen (vielleicht durch Postausfall oder Zensur) zu beschreiben. Scherenfernrohr: Ein typisches optisches Gerät der Artillerie und Beobachtungseinheiten jener Zeit. |
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(block/7/#+26) Dieses Foto ist schon fast ganz alt, so hatte es hier im Jahr 2009 ausgesehen! Der DVB 2701 verlässt hier als Linie 2 nach Kleinzschachwitz die Haltestelle Pennricher Straße in Dresden. Digi Foto: IMGP1969.JPG Digi Fotos: 0186, FP1, (D30/D3/#+09) Foto: Lars Brüggemann Diese Seite ist ein Teil einer Online-Foto-Sammlung ähnlich einem Bildband, Sie können sich hier von Haltestelle zu Haltestelle durchklicken. Vielleicht suchen Sie aber Fotos für eine Heimatchronik, ein Fachbuch oder einen Fachartikel? Schreiben Sie mir! Email an Lars Brüggemann: mail@larsbrueggemann.de Dieses Angebot richtet sich nicht an bildersammelnde Eisenbahnfreunde zur kostenlosen Zusendung (für "private Zwecke"). zurück zur: Startseite |
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